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"Domako", das Navi für die Strahlendosis


Am 6. Februar 2018 trat die EURATOM-Richtlinie 2013/59 in Kraft, die unter anderem den Strahlenschutz in der Medizin verschärft. Die neue europäische Gesetzgebung hat konkrete Auswirkungen auf den Betrieb von Computertomographen – Dosisgrenzen sinken und werden kritischer beobachtet als bisher. Damit im klinischen und Praxisalltag nicht die Übersicht über die notwendigen Schritte verloren geht, unterstützt spezielle Software die Kontrolle. Die medigration GmbH, ein Tochterunternehmen der bender gruppe, bietet zu diesem Zweck „Domako“ an; Geschäftsführer Thomas Eckhardt spricht über die neuen Rahmenbedingungen und die Vorteile, die seine Software-Lösung im praktischen Alltag bietet.

„Der Name Domako leitet sich ab aus den Kernkompetenzen der Software: Dosismanagement und Kontrolle“, erklärt Eckhardt, der das System mit besonderem Fokus auf Klinik- und Praxisroutine entwickelt hat. Die web-basierte Software sammelt aus den DICOM-Daten die jeweiligen Dosiswerte für die einzelnen Untersuchungen. So liefert der strukturierte Report eines CT-Scans ausführliche Dosisdaten.

„Unser Ansatz war, das System so einfach wie möglich zu gestalten“, sagt Eckhardt. „Es ist intuitiv bedienbar und bedeutet den geringstmöglichen Aufwand bei der Einrichtung. Wir haben ein System für die Routine geschaffen, das über alle nötigen und vorgeschriebenen Funktionen verfügt, die im Praxisalltag sinnvoll sind. Es ist andererseits nicht durch unnötige Features aufgebläht und dadurch schwer zu bedienen, noch bedarf es umfangreicher Schulung.“ Im Bedarfsfall lassen sich unkompliziert detaillierte Statistiken zur weiteren Dosisoptimierung abrufen. Während moderne CT-Geräte die verwendete Strahlungsmenge automatisch an die jeweiligen Bilderserien anhängen, ist bei älteren Modellen ein Eintrag dieser Werte per Hand nötig. Sind diese Informationen hinterlegt, lässt sich die Software auch problemlos mit diesen CTs verwenden. „Da noch einige ältere Geräte in Gebrauch sind, war die Kompatibilität ein wichtiger Aspekt für uns“, so Eckhardt. Das Domako-System lässt sich herstellerunabhängig mit allen gängigen CTs verwenden.

Die Geräte übermitteln die Dosisdaten beispielsweise als Structured Report zur weiteren Auswertung und Klassifizierung nach den Vorgaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Sollte das Gerät die festgelegten Dosiswerte überschreiten, gibt das System automatisch eine Warnung aus. „Die Daten werden zudem grafisch aufgearbeitet, so dass man sich leicht einen Überblick über die berechneten Diagramme verschaffen kann.“ Durch Filterfunktionen lassen sich auf Wunsch die nur für die jeweilige Untersuchung relevanten Daten einblenden und Benachrichtigungen beim Überschreiten vorher definierter Zielwerte können automatisch per E-Mail verschickt werden.

Die Kompatibilität zum verbreiteten DICOM-Standard stellt sicher, dass die Software problemlos in bestehende IT-Systeme integriert werden kann. „Über die Autorouting-Funktion des vorhandenen PACS-Systems können dosisrelevante Bilder und Berichte automatisch an das Dosismanagementsystem zur Auswertung weitergeleitet werden“. Die zusätzliche Rechenlast, die dadurch anfällt, ist sehr gering, betont Eckhardt. „Es handelt sich lediglich um einen DICOM-Empfänger, der die Kopfdaten aus den Aufnahmen ausliest und in eine SQL-Datenbank schreibt. Über einen Webbrowser sind diese Daten dann praxisweit im Intranet abrufbar.“ Eine weitere Funktion der Software ist die Möglichkeit, Kommentare zu einer Bilddatei zu verfassen, etwa, um den Zusammenhang und den Grund für die erhöhte Dosis zu schildern. Auch manuelle Angaben zu Größe und Gewicht der Patienten können so hinterlegt werden, um eine genauere Einordnung zu ermöglichen. Denn oft werden diese Daten von älteren CTs nicht automatisch erfasst, sagt der IT-Spezialist. „Zur Einordnung der Untersuchung sind diese Informationen relevant, da bei Patienten mit erhöhtem BMI beispielsweise häufig eine höhere Strahlendosis verwendet wird“, erklärt Eckhardt.

In der EURATOM-Richtlinie ist festgelegt, dass die Dosisdaten erhoben und kontrolliert werden müssen. Die Einführung eines Regelprozesses soll sicherstellen, dass möglichst niedrige Strahlendosen bei gleichbleibender Bildqualität eingesetzt werden. Zu diesem Zweck soll auch ein Medizinphysiker hinzugezogen werden, um diesen Prozess zu begleiten. Und bei der Neuanschaffung von CT-Systemen schreibt die Richtlinie ebenfalls einen solchen Experten zwingend vor. Zudem müssen die Daten künftig automatisiert weiterverarbeitet werden können. Diesen neuen Vorschriften trägt Domako mit seinen Funktionen Rechnung. Mit der Softwarelösung sind Praxen und Kliniken ohne großen Zusatzaufwand auf die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen vorbereitet, so Eckhardt abschließend.

 

Profil:

Thomas Eckhardt absolvierte eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bevor er technische Informatik studierte. Er war als IT-Beauftragter und Systemadministrator für die Messe GmbH in Frankfurt, die Boncomp Computersysteme und die AZB Autoteile GmbH tätig, bevor er 2006 bei der b·e·consult eine neue berufliche Heimat fand. Dort machte er eine Ausbildung zum Qualitätsmanagement-Beauftragten (QMB) und zum Datenschutzbeauftragten. Seit Januar 2014 ist Eckhardt als Geschäftsführer der medigration GmbH tätig.

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