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Fortbildung mit Gewinn und Gütesiegel

netzwerk wissen, die Fortbildungsakademie der bender gruppe, bietet Ärzten und medizinischem Fachpersonal ein qualifiziertes und zertifiziertes Weiterbildungsprogramm. Dr. Peter Kalla, medizinisch-wissenschaftlicher Leiter bei b.e.imaging, erläutert am Beispiel der Prostata MRT Hands-on-Workshops das neue digitale Fortbildungsangebot und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2021.

VISIONupdate: Welche Idee steckt hinter den Veranstaltungen zur Bildgebung bei der Prostata?

Dr. Kalla: Das Erfolgsrezept bei netzwerk wissen ist, dass in diesen Veranstaltungen klinisch orientiertes und praktisch anwendbares Wissen vermittelt wird. So wird beispielsweise die multiparametrische MRT bei der Prostatadiagnostik in der Onkologie immer wichtiger. Auch der Aspekt der Interdisziplinarität spielt eine große Rolle; um eine optimale diagnostische und therapeutische Qualität zu erreichen, müssen verschiedene Arztgruppen zusammenarbeiten.

Zum Erfolg tragen auch die renommierten Referenten bei, die netzwerk wissen für sein Fortbildungsangebot gewinnen konnte. Und anders als bei vielen weiteren Veranstaltungen dieser Art gibt es einen hohen ‚Hands-on‘-Anteil; die Sessions sind daher geprägt von Interaktivität und selbstständigem Erarbeiten von Kasuistiken. Nicht zuletzt sind alle unsere Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte CME-zertifiziert.

Wie viele Veranstaltungen haben Sie 2020 durchgeführt?

Trotz der besonderen Rahmenbedingungen konnten wir in diesem Jahr zehn Veranstaltungen anbieten. Seit dem Start der Prostata MRT-Workshops  im Jahr 2014 kommen wir auf rund 60 Sessions zu diesem Thema. Ein besonderer Höhepunkt war unsere Jubiläumsveranstaltung im vergangenen Oktober, in der wir alle spannenden Fälle aus den vergangenen Jahren noch einmal zusammengefasst haben. Hier gab es viel positives Feedback, wie insgesamt die Resonanz auf unsere Workshops sehr gut ist. In der Regel sind die Veranstaltungen bereits sehr früh ausgebucht. Damit die Wartelisten nicht zu lang werden, wollen wir unser Kursangebot im kommenden Jahr weiter ausbauen.

An welche Zielgruppe richten sich die Seminare?

Mit unseren Kursen zur Prostata-MRT sprechen wir primär Radiolog/-innen in Kliniken und niedergelassenen Praxen an. Für die Teilnahme sollten bereits einige Grundkenntnisse im Bereich der Prostata-mpMRT vorhanden sein, allerdings muss bei den Basis-Workshops eine vorgeschaltete webbasierte Fortbildung (Online-on-Demand) absolviert werden, bei der die Grundlagen der Diagnostik und Therapie sowie die klinischen Grundlagen erarbeitet werden.

Durch COVID-19 sind Sie gezwungen, die Fortbildung rein digital anzubieten. Wie gut gelang die praktische Umsetzung?

Wir haben uns in den ersten Monaten der Pandemie intensiv Gedanken darüber gemacht, wie wir dieser neuen Situation und ihren Herausforderungen begegnen können. Schließlich ist es uns gelungen, große Teile der Kurse in den digitalen Raum zu transferieren. So besteht die bereits erwähnte webbasierte Grundlagen-Fortbildung aus vier Videosequenzen, die die Teilnehmer/-innen nach ihrer Registrierung bequem online absolvieren können.

Auch die Basis-Präsenzkurse konnten wir digital so umgestalten, dass ein hoher Grad an Interaktivität gewahrt bleibt. Selbst die sehr praxisnahen ‚Hands-on‘-Sessions mit Bearbeitung von Fallbeispielen haben wir virtuell nachempfunden und dabei sämtliche Aspekte, von der Fallbearbeitung über die Diskussion bis hin zur Lernerfolgskontrolle abbilden können. Der erste dieser so genannten Livestream-Workshops zum Thema Prostata-MRT fand am 5. Dezember mit großem Erfolg statt. Die Teilnehmerzahl entsprach in etwa der einer Präsenzveranstaltung, so dass wir einen hohen didaktischen Standard gewährleisten konnten. 

Die besondere Qualität der Umsetzung zeigt sich auch darin, dass die Landesärztekammer Nordrhein diesen virtuellen Basisworkshop als äquivalent zu einer Präsenzveranstaltung gewertet und mit 9 CME-Punkten belegt hat. Überdies sind sowohl die webbasierte Einführung als auch der Livestream-Präsenzkurs anrechenbar auf das eigens von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) geschaffene Q1/Q2-Spezialzertifikat der Arbeitsgemeinschaft Uroradiologie und Urogenitaldiagnostik. Dieses Zertifikat spielt für Radiologen bei der täglichen klinischen Routine in der MRT-Diagnostik der Prostata eine große Rolle, die Urologen legen zudem für die therapeutische Entscheidungsfindung großes Augenmerk auf derart geschulte diagnostische Partner.

Wir freuen uns sehr, mit den neuen Livestream-Veranstaltungen im virtuellen Umfeld qualitativ hochwertige Kurse anzubieten. TeilnehmerInnen können so trotz der Pandemiesituation die für sie so wichtigen Qualifikationen erwerben.

Das ist jedoch kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: Für künftige Veranstaltungen wollen wir die Gruppenarbeit und Betreuung durch die Referenten weiter ausbauen – eine große technische Herausforderung, denn hier geht es um die Interaktion auch bei sehr kleinen Lerngruppen in virtuellen Meetingräumen.  

Werden Sie die Reihe in diesem Format fortsetzen?

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung werden wir den Anteil virtueller Veranstaltungen in den kommenden Monaten ausbauen. Wir haben für die digitalen Konzepte von vielen Kolleginnen und Kollegen ein ausgesprochen positives Feedback erhalten und werden diesen Weg daher weitergehen. Auf Präsenzveranstaltungen wollen wir künftig allerdings keineswegs verzichten. Zusätzlich zu den Basiskursen, die sowohl im Präsenz- als auch als Livestream-Format geplant sind, bieten wir weitere Kurse für Fortgeschrittene als Präsenzveranstaltungen an. In der nächsten Ausbaustufe wollen wir auch diese Advanced-Kurse digitalisieren, hier sind allerdings aufgrund des hohen Grads an Interaktivität noch technische Hürden zu nehmen. Auch wird es weiterhin Kurse für MTRA und medizinisches Fachpersonal geben. Schließlich werden wir mit dem ‚Prostata-MRT Refresherkurs‘, der ca. ab Mitte 2021 als Weiterentwicklung des Advanced-Angebots startet, einen ganz neuen Kurstyp im Angebot haben.

Wir haben viel vor und freuen uns schon jetzt auf die Veranstaltungen im kommenden Jahr.

Vielen Dank für das Gespräch.

Profil:

 

Dr. Peter Kalla studierte Biologie an den Universitäten Mainz, Basel und Marburg / Lahn und promovierte 1992 am Institut für Immunologie der Universität Mainz zum Dr. rer. nat. Seine berufliche Laufbahn begann Kalla danach beim Unternehmen E. Merck (Darmstadt) im Bereich In-vitro-Diagnostik. 1999 trat er als Produktmanager Röntgenkontrastmittel in das Unternehmen Nycomed Arzneimittel GmbH (heute: GE Healthcare) ein und betreute von 2004 – 2008 als Sales Manager den regionalen Kontrastmittelvertrieb in Süddeutschland. Seit 2008 ist der promovierte Biologe bei der b.e.imaging tätig, bis 2016 als Leiter Marketing und aktuell als medizinisch-wissenschaftlicher Leiter.

Mehr Informationen zu allen netzwerk wissen-Veranstaltungen in 2021 gibt es hier:

https://termine.netzwerk-wissen.com/

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