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Fortbildungsangebot für die Bildgebung

netzwerk wissen, die Fortbildungsakademie der bender gruppe, bietet Ärzten und medizinischem Fachpersonal ein qualifiziertes und zertifiziertes Weiterbildungsprogramm. Dr. Peter Kalla, medizinisch-wissenschaftlicher Leiter bei b.e.imaging, erläutert die inhaltlichen Schwerpunkte dieser Fortbildungsplattform und die Relevanz des Angebotes für die tägliche Praxis.

Ein Thema, mit dem sich netzwerk wissen derzeit intensiv beschäftigt, ist die Prostatadiagnostik. Genutzt werden diese Fortbildungen vor allem von Ärzten, die in der bildgebenden Diagnostik tätig sind. Viele Teilnehmer kommen aber auch aus der Urologie. Denn sie sind für ihre Therapieentscheidungen in besonderem Maße auf eine effiziente und qualitativ hochwertige Diagnostik durch den Radiologen angewiesen. Die vom Radiologen durchgeführte multiparametrische MRT (mpMRT) der Prostata bzw. die Fusionsbildgebung ermöglichen dem Urologen eine noch gezieltere Biopsie des Organs.
 

Interdisziplinarität gefragt

Abgesehen von interventionellen Untersuchungen, die auch einen therapeutischen Ansatz verfolgen, arbeitet der Radiologe grundsätzlich zuweisungsgebunden. Vor diesem Hintergrund ist für ihn die sektorenübergreifende Zusammenarbeit, die den Austausch mit stationär oder ambulant tätigen Ärzten einschließt, notwendig und im Sinne aller Beteiligten. Das gilt im Besonderen, wenn es um die Klärung spezifischer fachlicher Fragestellungen geht. In der Onkologie tätige Gastroenterologen etwa entwickeln ihre operativen oder medikamentösen Ansätze auf Basis der vorgeschalteten Bildgebung. Unfallchirurgen nutzen bildgebende Verfahren des Muskuloskelettal-Systems z. B. für die OP-Planung von komplexen Schulter- und Knie-Eingriffen oder von Hüftimplantanten. „Der interdisziplinäre Austausch und die Fragestellungen, die sich daraus ergeben, ist Gegenstand der netzwerk wissen-Fortbildungsveranstaltungen“, erläutert Kalla.
 

Innovative Formate

Sehr bewährt haben sich in den letzten Jahren interaktive Hands-on-Workshops, die in Kleingruppen durchgeführt werden. Nach einem Fachvortrag, der in das Thema einführt, widmet sich der Hauptteil der Veranstaltung interaktiven Fallbesprechungen und - Befundungen. An bereitgestellten PCs oder Laptops sind Kasuistiken hinterlegt, die unter Anleitung der radiologischen Referenten und, je nach fachlicher Ausrichtung, auch eines klinisch tätigen Facharztes besprochen werden.
 

Fokus Prostatadiagnostik

Hinsichtlich der Verfahren wie die multiparametrische MRT (Prostatographie) und Fusionsbildgebung ist das Interesse am Kursangebot besonders groß. Kalla kennt den Grund: „Das liegt daran, dass diese Bildgebungsverfahren und die daraus resultierenden Therapien Eingang in die aktuellen, internationalen Leitlinien gefunden haben.“

Alle Kurse werden überdies bei den jeweils zuständigen Landesärztekammern für die CME-Zertifizierung angemeldet. Ähnlich wie im Bereich der Mammographie hat die Arbeitsgemeinschaft Uroradiologie in der Deutschen Röntgengesellschaft darüber hinaus für den Bereich Prostata im Mai 2018 neue Q1- und Q2-Zertifizierungen definiert. Das Q1-Zertifikat richtet sich an Radiologen, die eine Basis-Qualifizierung in der MR-Prostatographie erlangen wollen. Das Q2-Zertifikat hingegen qualifiziert für eine spezialisierte und eigenverantwortliche Tätigkeit und für alle, die mit Biopsieplanung, Staging, Kontrollen und Rezidivdiagnostik beschäftigt sind.

Gut zu wissen ist daher: Die Teilnahme der Ärzte an den Workshops von netzwerk wissen wird auf die Erlangung dieser speziellen Zertifikate angerechnet. „Wir bieten damit ideale Voraussetzungen, um sich fit für die Zukunft zu machen. Denn die Zusatzqualifikationen sind aus der ärztlichen Praxis bald nicht mehr wegzudenken“, ist Kalla überzeugt. Wer das radiologische Qualitätssiegel vorweisen kann, ist erwiesenermaßen in der Lage evidenzbasiert und Leitlinien-konform qualitativ hochwertige Bildgebung mit diagnostischer Relevanz zu liefern. „Dem Patienten kann auf dieser Basis die bestmögliche Therapie angeboten werden,“ so der medizinisch-wissenschaftliche Leiter abschließend.

Zu den Antragsformularen für die Spezial-Zertifizierung der DRG geht es hier:

https://www.ag-uro.drg.de/de-DE/4287/dokumente-und-formulare/

Das Programm von Netzwerk Wissen können Sie hier einsehen:

https://www.netzwerk-wissen.com/de/start.html
 

Profil

Dr. Peter Kalla studierte Biologie an den Universitäten Mainz, Basel und Marburg / Lahn und promovierte 1992 am Institut für Immunologie der Universität Mainz zum Dr. rer. nat. Seine berufliche Laufbahn begann Kalla danach beim Unternehmen E. Merck (Darmstadt) im Bereich In-vitro-Diagnostik. 1999 trat er als Produktmanager Röntgenkontrastmittel in das Unternehmen Nycomed Arzneimittel GmbH (heute: GE Healthcare) ein und betreute von 2004 – 2008 als Sales Manager den regionalen Kontrastmittelvertrieb in Süddeutschland. Seit 2008 ist der promovierte Biologe bei der b.e.imaging tätig, bis 2016 als Leiter Marketing und aktuell als medizinisch-wissenschaftlicher Leiter.

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